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Kirchenmusikstudium

Einer der vielseitigsten Musikstudiengänge

Informieren Sie sich über das Studium der Kirchenmusik

Studium

Sind Sie ein Klangmensch? Haben Sie Freude an Musik in allen Stilen und Facetten? Auch an Jazz und Pop? Macht es Ihnen Spaß, ihre Begeisterung an andere Menschen weiterzugeben? Dann dürfte der Beruf der KirchenmusikerIn genau das Richtige für Sie sein. Um hauptamtliche evangelische KirchenmusikerIn werden zu können, ist ein Hochschulstudium erforderlich.

Das Studium hat mehrere Schwerpunkte: Orgelspiel und Chorleitung stehen im Vordergrund, aber auch Klavier-/Cembalospiel, Gehörbildung, Partiturspiel und Gesang sind wichtig. Angebote in Kinderchorleitung, Popularmusik und Bläserchorleitung nebst Instrumentalunterricht ergänzen die Ausbildung. Hinzu kommen musiktheoretische, musikgeschichtliche und theologische Fächer.

Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester und wird mit der Bachelor-Prüfung (B-Prüfung) abgeschlossen. Bei entsprechender Begabung und Leistung kann sich ein viersemestriges Aufbaustudium zum Master (A-Prüfung) anschließen. Über die Einzelheiten der Aufnahmeprüfungen informieren die Hochschulen auf ihren Internetseiten.

Zur “Rahmenordnung für die berufsqualifizierenden Studiengänge in Kirchenmusik, neu formuliert im Rahmen des Bologna-Prozesses” (Bachelor- und Masterstudiengänge)

Zur "Rahmenordnung für die C-Prüfung in Kirchenmusik" (Neufassung vom 20.04.2010)

Freude am Klang und gute Vorkenntnisse

Voraussetzungen

Wichtigste Voraussetzung ist die Freude am Klang. Das gilt für das eigene Musizieren an der Orgel und anderen Instrumenten ebenso wie für die Arbeit in der Gemeinschaft: KirchenmusikerInnen teilen ihre Begeisterung, indem sie Kinder- und Erwachsenenchöre, Bands, Bläser- und Instrumentalkreise teilen.

BewerberInnen für ein Studium der Kirchenmusik dürfen – musikalisch betrachtet – nicht ganz am Anfang stehen. In Aufnahmeprüfungen müssen sie einige Orgel- und Klavierstücke vortragen. Zudem sollten sie über eine ausbildungsfähige Stimme und ein gutes Gehör verfügen, ebenso über gute Kenntnisse in allgemeiner Musiklehre. Um das Kirchenmusikstudium zu beginnen, ist die allgemeine Hochschulreife erforderlich.

Es gibt auch die Möglichkeit, nebenberuflich als KirchenmusikerIn zu arbeiten. Hierfür bieten die Landeskirchen Ausbildungsgänge zur D- und C-KirchenmusikerIn an. Nähere Informationen finden Sie auf den Websites der Landeskirchen.

Künstlerische Freiheit und Verantwortung

Über den Beruf

Kirchenmusik ist eine wesentliche Ausdrucksform kirchlicher Verkündigung. Deshalb bestimmen KirchenmusikerInnen mit, wie Gottesdienste geplant und gestaltet werden. Ihre besondere Kompetenz ist gefragt – und die Fähigkeit, dabei auch die Besonderheiten und Talente in der Gemeinde einzubeziehen.

Je nach individuellen Neigungen können und sollen die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker eigene Schwerpunkte setzen. Ihre künstlerische Verantwortung und Freiheit ist größer als in vielen anderen musikalischen Berufen.

Auch die Zeitgestaltung liegt zu einem großen Teil in der eigenen Hand. Abgesehen von festen Terminen wie Gottesdiensten, Hochzeiten oder Beerdigungen organisieren die MusikerInnen ihre Arbeit selbst. Allerdings – das soll nicht verschwiegen werden – sind Wochenenddienste die Regel, Abendtermine gibt es immer wieder.

Attraktive Stellen – gute Aussichten

Berufsaussichten

Die zurzeit schon guten Berufsaussichten in der Kirchenmusik werden sich in den nächsten Jahren weiter verbessern. Denn es ist absehbar, dass viele attraktive Kirchenmusikstellen frei werden, weil ihre bisherigen InhaberInnen in den Ruhestand treten.

Die Gemeinden, die eine hauptberufliche Kirchenmusikstelle besetzen möchten, schreiben meist die offenen Stellen in der Fachpresse aus, zum Beispiel in den überregionalen Kirchenmusik-Zeitschriften “Musik und Kirche“ und „Forum Kirchenmusik“. Über freie Stellen, die nicht per Ausschreibung bundesweit bekannt gemacht werden, können bei den LandeskirchenmusikdirektorInnen Informationen eingeholt werden.

Vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebote

Fortbildung

Für alle Aspekte der Kirchenmusik bieten die Evangelischen Landeskirchen und kirchenmusikalischen Verbände vielfältige Fortbildungen an: Orgel- und Dirigierkurse, Weiterbildungsangebote in Kinderchorleitung, Sologesang und anderen musikalische Kernfächern, um nur einige Beispiele zu nennen. Darüber hinaus gibt es auch Fortbildungsangebote in Bereichen wie Management oder Neue Medien. Konkrete Informationen finden sich auf den Internetseiten der Landeskirchen.

"Basiswissen Kirchenmusik" (Herausgeber: Direktorenkonferenz) - ein oekumenisches Lehrbuch zur Grundausbildung in der evangelischen und katholischen Kirchenmusik ⇒ Flyer hier herunterladen!